Hybride Operationssaal

Der hybride Operationssaal bietet den Vorteil moderner Geräte in steriler Umgebung

Im hybriden OP wird eine vollwertige Röntgenanwendung untergebracht. Diese jüngste Entwicklung entspricht voll und ganz dem Trend zur weniger invasiven Operation. Eine Form der Behandlung, die äußerste Präzision erfordert und darum eine erstklassige Bildqualität voraussetzt. Die modernen Geräte in steriler Umgebung ermöglichen die Durchführung kombinierter Behandlungen. Dies ist weniger belastend für den Patienten, wodurch sich die Zahl der Liegetage reduziert.
Insbesondere auf dem Gebiet der Gefäßchirurgie bietet der hybride OP neue Möglichkeiten. Während der Patient auf dem OP-Tisch liegt, werden mithilfe des sog. C-Bogens um den Patienten Aufnahmen gemacht. Während gefäßchirurgischer Eingriffe können auf Wunsch 3D-Aufnahmen des Gefäßsystems bereitgestellt werden. In Kombination mit einer spezifischen Funktionalität können auch Aufnahmen früherer Untersuchungen angefordert werden, beispielsweise von MRI- oder CT-Scans.

Modulbauweise

Ein hybrider OP benötigt im Durchschnitt etwa anderthalb bis zweimal so viel Fläche wie reguläre OPs. Allein schon aus diesem Grund ist es nicht möglich, einen hybriden OP in einen vorhandenen OP zu integrieren. Dafür zwei vorhandene OPs zu opfern, kommt in der Regel auch nicht in Frage. Damit der erforderliche Umbau den OP-Prozess nicht wochenlang stilllegt, wird ein hybrider OP in Modulbauweise in der Regel an den vorhandenen OP-Komplex angebaut.

Marken und Modelle

Der C-Bogen ist von verschiedenen Herstellern und in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich: mit Bodenstativ, Deckenbefestigung oder auf einer Schlittenkonstruktion. All diese Ausführungen können in den modularen hybriden OP integriert werden.
Was die Technik betrifft, so kann der hybride OP sowohl vollständig als auch teilweise unabhängig installiert werden. Er kann jedoch auch an die Klimaanlage und/oder andere bereits im Krankenhaus vorhandene technische Systeme angeschlossen werden.

Benelux-Länder

Den ersten hybriden OP in Modulbauweise entwickelte und installierte Bussman in Belgien. Der Komplex wurde im Oktober 2014 an das Allgemeinkrankenhaus St. Maarten in Duffel übergeben. Der vorhandene OP-Komplex musste nur wenige Stunden außer Betrieb gesetzt werden. Da der hybride OP übergangslos an den vorhandenen OP-Komplex im ersten Stockwerk angeschlossen werden musste, wurde er erhöht auf einer Stahlkonstruktion installiert.

Nummer 1

Bussman, die Nummer 1 auf dem Gebiet flexibler Unterkünfte für das Gesundheitswesen, hat sich in den letzten Jahren zum führenden Experten für Operationssäle in Modulbauweise entwickelt. Ob es sich um eine Interimlösung oder um einen permanenten Komplex handelt – immer mehr Krankenhäuser entdecken die Vorteile der Modulbauweise bei technisch anspruchsvollen Räumen.